Menschenrechtsgericht urteilt: Österreich diskriminiert Wertegemeinschaften
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 31. Juli 2008 entschieden, dass die Republik Österreich bestimmte Weltanschauungsgemeinschaften (im speziellen Fall die “Zeugen Jehovas”) diskriminiert. Damit wurde bestätigt, dass “anerkannte Religionsgemeinschaften” Sonderrechte und Privilegien besitzen, die anderen Wertegemeinschaften in Österreich nicht zustehen. Diese Tatsache wurde vom EGMR als Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention erkannt.
Daraus ergibt sich für Österreich ein interessantes Problem: Erkennen wir alle Religionsgemeinschaften an – mit allen Privilegien, wie sie der Katholischen Kirche Kraft des Konkordats zustehen – oder schaffen wir diese Bevorzugungen ab?
Eine Anerkennung aller Religionsgemeinschaften würde unweigerlich zu Problemen führen. Wollen wir wirklich, dass an unseren Schulen die “Church of Scientology” oder die Aum-Shinrikyo-Sekte leicht zu beeindruckenden Jugendlichen ihre “Werte” vermitteln – und das vom Staat finanziert? Wollen wir, dass, wenn derartige Gemeinschaften Schulen gründen, der Staat automatisch alle dort angestellten Lehrkräfte bezahlt – wie dies derzeit bei anerkannten Religionsgemeinschaften der Fall ist?
Da scheint es dann doch sinnvoller, die Sonderrechte von Religionsgemeinschaften insgesamt abzuschaffen und Österreich endlich zur einer säkularen Republik zu machen. Das würde echte Religionsfreiheit schaffen – diese beinhaltet nämlich gleichberechtigt auch die Freiheit von Religion. Denn die Europäische Menschenrechtskonvention spricht ausdrücklich vom “Recht (…) zum Wechsel der Religion oder der Weltanschauung” sowie der “Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung (…) auszuüben”. Dieses Recht gilt für alle.







Sie haben meine volle Unterstützung. Leseen sie bei google: Der Pfarrer von Arget , und weiter bei google: kreudenstein/querdenker
Liebe Grüße
W. Glas
Stephanie zu Guttenberg: Innocence in Danger
Ein persönliches Erlebnis könnte die Öffentlichkeitsarbeit für „Innocence in Danger“noch einen wesentlichen Schritt weiterbringen.
Als erster katholischer Missionar für die Regierungsdistrikte Groblersdal und Bronkhorstspruit Transvaal, lebte ich viele Jahre unter den Schwarzen in Südafrika, und gründete dort im Laufe der Zeit die ersten katholischen Missionsstationen mit kleinen katholischen Gemeinden. Das dauerte Jahre, bis es so weit war. Dann diese Überraschung! Zu Beginn des Gottesdienstes beichteten zuerst die Männer. Sie taten es gemäß „Ditabelo zaba Kriste“ ihres katholischen Gebetbuchs in der Eingeborenensprache. Die Männer beichteten ihre Sünden und blickten dabei verschämt zu Boden. Nur beim 6. Gebot erhoben sie den Kopf und schauten mir voll ins Gesicht und verkündeten mir stolz, dass sie Unkeusches getan hatten. Seltsam, sie beichteten immer auf diese Weise, und ich konnte sie nicht von ihrer Sündhaftigkeit gegen das 6. Gebot überzeugen. Das gab mir zu denken. Ich fragte mich: Was ist verkehrt mit den Eingeborenen? – Oder mit dem katholischen Glauben? – oder mit der Religion überhaupt? – Ich stellte diese Fragen in aller Öffentlichkeit und sagte auch, was ich persönlich darüber dachte, und das nicht heimlich hinter vorgehaltener Hand, sonder wiederum öffentlich. Das war ein Tabubruch für die katholische Kirche, der streng bestraft werden musste. Kardinal Friedrich Wetter suspendierte mich als Pfarrer von Arget, und mit der von selbst eintretenden Strafe der Exkommunikation. Mein Vergehen: Ich hinterfragte das Judentum, das Christentum und alle Religionen.
Diese Erlebnisse sollten auch in die Öffentlichkeitsarbeit für Innocence in Danger einfließen. Wer weiß, vielleicht sind zuerst die Religionen schuldig geworden an diesen Verbrechen gegen Kinder und Jugendliche? Falsche religiöse Traditionen und falsche religiöse Erziehung könnten auch immer wieder diesen und jenen Männern zum Verhängnis werden. Die eigentlich schuldigen wären dann die Verantwortlichen der betreffenden Kirche. Dazu weitere Informationen im Internet unter: Der Pfarrer von Arget, oder unter: Willibald Glas, oder unter: kreudenstein/querdenker.
Willibald Glas, Pfarrer i. R.
Ringbergstr. 71
82054 Sauerlach
Heiteres Berufe-Raten
Zur Erinnerung: Der Fernseh-Moderator Robert Lembke stellte bei diesem Ratespiel jeweils eine Person oder eine Berufsgruppe vor, deren Beruf von einem Rateteam erraten werden sollte. Durch geschickte Fragestellungen sollte das Team zuerst auf die richtige Spur kommen, dann durch weitere Fragen immer näher, bis die gesuchte Person oder Berufsgruppe endlich mit Namen genannt werden konnte. Das war nicht immer leicht. Bekam das Team auf seine Fragen das 10. Nein, so war das Spiel verloren. Daraufhin nannte der Moderator selber die gesuchte Person bzw. die gesuchte Berufsgruppe. Das Rateteam und die Zuschauer waren gewöhnlich total verblüfft, weil die gesuchte Person, bzw. die gesuchte Berufsgruppe allen bestens bekannt war.
Ein solches Ratespiel würde ich gerne mit den Lesern dieser e-Mail machen. Wie Robert Lembke, so sollen aus zwei verschiedenen Handbewegungen eine bestimmte Berufsgruppe erraten werden. Die erste Handbewegung: beide Hände werden auf den Bauch gelegt, und die zweite: Der Zeigefinger wird drohend erhoben. Aus diesen beiden Informationen ist die Berufsgruppe zu erraten. Selbstverständlich werde ich bei diesem Spiel nur den jeweiligen Lösungsversuch, aber nicht den Namen eines Betroffenen bekannt geben. Ich bin gespannt.
Liebe Grüße.
Willibald Glas, Pfarrer i. R.
Ringbergstr. 71
82054 Sauerlach
Berufe-Raten:Bitterer Ernst
Von diesem Ratespiel habe ich natürlich Inge erzählt. Sie sagte mir, dass jeder Mensch auf den Münchner Erzbischof Reinhard Marx tippen würde. Später war sie nicht mehr ganz so sicher und räumte ein, dass auch ein anderer ziemlich fettleibiger Bischof genannt werden könnte.
Inge war fest überzeugt, dass auch ich nur an einen fettleibigen Bischof denken würde, deshalb konnte sie es kaum fassen, als ich ihr sagte, dass überhaupt kein Bischof, sondern ich selber die gesuchte Person wäre. Die Hände auf dem Bauch sollten zum Ausdruck bringen: Ich habe mir als Missionar in Afrika und später als Pfarrer in Arget immer eine reine Weste bewahrt, und was den erhobenen Zeigefinger betrifft, so wird dieser bis zu meinem letzten Atemzug auf das mir von Bischöfen zugefügte Unrecht hinweisen. Inge war platt, sie hatte damit nicht gerechnet. Ich aber frage mich seither: Ist es vielleicht reiner Kummerspeck – verursacht durch schlechtes Gewissen! – der manchen Bischof dick und fettleibig macht ? Den Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz werde ich diese e-Mail zuerst senden. Vielleicht liest sie der eine oder andere Bischof doch. Es sind ja nicht alle Bischöfe zu dick, und klicken aus reiner Neugierde im Internet meinen Namen ein: Willibald Glas, oder: Der Pfarrer von Arget, oder auch: kreudenstein/querdenker . Wer weiß? Es könnte ja sein.
Es gibt Dinge die braucht die Welt, diese Seite gehört definitiv nicht dazu!