Kritik an Plakat-Aktion der Kirche
„Die Konfessionslosen, in Wien ein Drittel der Einwohner, und eine große Zahl Andersgläubiger in ganz Österreich werden durch den Slogan zum Verschwinden gebracht.“
Der Freidenkerbund Österreichs kritisiert die Oster-Pakat-Aktion der katholischen Kirche. Diese wirbt mit dem Slogan: ZU OSTERN IST JESUS CHRISTUS VON DEN TOTEN AUFERSTANDEN. EIN FEST DER FREUDE FÜR DIE MENSCHEN. „Die Menschen – das ist typisch katholisch, das ist zu allgemein“, kommentiert Martin Luksan die Plakatserie. Wien. – „Es heißt immer, dass die Freidenker die Kirchen angreifen und nicht in Ruhe lassen, doch die große Kirche selbst greift durch so eine Aktion nach den Köpfen aller Menschen. Ihre Werbestrategen sagen es selber: Das ist eine Kommunikations-Offensive. 1 600 Plakate und 600 City Lights sind ein großer Aufwand, nur um eine sogenannte Glaubenswahrheit, die nicht jeder teilen kann, in den öffentlichen Raum zu stellen. Wir dürfen sogar vermuten, dass sich nicht nur die Konfessionslosen, sondern auch viele Taufschein-Christen über den Osterhasen und seine Ostereier mehr freuen als über die christliche Auferstehung.“
Mit ihrem öffentlichen Charakter ginge die Aktion über die bloße „Aufklärung“ für die Taufscheinchristen hinaus – in Richtung Missionierung von Nichtchristen. Dass die katholische Kirche in Österreich stets an große, vereinnahmende Aktionen denkt, habe in Österreich eine lange Tradition und verrate, dass man sich mit der Säkularisierung der österreichischen Gesellschaft, obwohl sie mangelhaft durchgeführt ist, nie abgefunden habe.
FEST DER FREUDE angesichts steigender Arbeitslosigkeit falsches Signal
Die meisten Menschen ließen die Kirchenfeste nur achselzuckend über sich ergehen, eine echte Anteilnahme im Sinne von religiöser Überzeugung sei bei der Mehrheit der Bevölkerung nicht im Spiel. Gerade darum diese Initiative. FEST DER FREUDE sei ein Imperativ der Erzdiözese und keine Tatsache.
„Dazu kommt die Frage der Finanzierung, die ich wirklich interessant finde. Denn offensichtlich bezahlt die Kirche die genannten 300 000 Euro gar nicht, sondern erspart sich diesen Betrag durch die Gratis-Dienstleistungen von Werbeflächen-Anbietern, Druckereien, Werbeagentur usw. Es wäre besser gewesen“, sagt Martin Luksan, „man hätte angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit für die Caritas eine zusätzliche Sammelaktion gemacht. Das wäre eher den Menschen zugute gekommen als der großen Kirche und den verschiedenen, um Selbstwerbung bemühten Firmen.“
Rückfragehinweis:
Freidenkerbund Österreich
Martin Luksan, Vorsitzender: 0699/ 10 57 96 10
Christoph Baumgarten, Vorstandsmitglied: 0664/ 12 35 708
www.freidenker-oesterreich.at








Na, da haben wir in Deutschland aber schönere christliche Plakate: Gott ist nicht allmächtig.