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	<title>Kommentare zu: Ein Leserbrief</title>
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	<description>AgnostikerInnen und AtheistInnen für ein säkulares Österreich</description>
	<lastBuildDate>Sun, 02 Oct 2011 13:24:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Erich Eder</title>
		<link>http://www.ag-athe.at/2009/09/24/ein-leserbrief/comment-page-1/#comment-1391</link>
		<dc:creator>Erich Eder</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 08:42:18 +0000</pubDate>
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		<description>lieber florian,

ganz einfach, popper hat das schon ausführlich dargelegt. unser gesamtes wissen ist epistemiologisch ernst genommen nur &quot;vermutungswissen&quot;.

ich kann daher auch nicht mit letzter bestimmtheit sagen, ob etwa
- die welt überhaupt existiert
- andere menschen gefühle haben, die meinen ähnlich sind
- die welt flach oder rund ist
deshalb ist ein philosophisch-wissenschaftstheoretisch gebildeter mensch grundsätzlich erkenntnistheoretischer agnostiker.

sie müssen aber zugeben, dass keiner von uns auch nur annähernd daran zweifelt, dass
- diese welt existiert
- andere menschen sehr ähnliche empfindungen haben wie man selbst
- die welt ein ungenauer rotationsellipsoid ist
...bis zum beweis des gegenteils !

und ebenso bin ich - bis zum schlüssigen beweis des gegenteils - überzeugt von der nichtexistenz eines übermächtigen allwissenden wesens, das (was anhand historischer quellen gut belegt ist) ein menschliches konstrukt mit langer vorgeschichte ist...

es kann natürlich rein theoretisch sein, dass uns gott alle veräppelt, unsere gehirne verblendet, die evolution samt fossilien vortäuscht, die dummen glauben und die intelligenten zweifeln lässt, und, und, und. nur: wozu??? da gilt für mich das parsimonieprinzip (bitte googeln). denn was jenseits der logik liegt, ist nicht die metaphysik, sondern unlogisch, was jenseits der vernunft liegt, ist nicht das übernatürliche sondern die unvernunft.

herzliche grüße, ee</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber florian,</p>
<p>ganz einfach, popper hat das schon ausführlich dargelegt. unser gesamtes wissen ist epistemiologisch ernst genommen nur &#8220;vermutungswissen&#8221;.</p>
<p>ich kann daher auch nicht mit letzter bestimmtheit sagen, ob etwa<br />
- die welt überhaupt existiert<br />
- andere menschen gefühle haben, die meinen ähnlich sind<br />
- die welt flach oder rund ist<br />
deshalb ist ein philosophisch-wissenschaftstheoretisch gebildeter mensch grundsätzlich erkenntnistheoretischer agnostiker.</p>
<p>sie müssen aber zugeben, dass keiner von uns auch nur annähernd daran zweifelt, dass<br />
- diese welt existiert<br />
- andere menschen sehr ähnliche empfindungen haben wie man selbst<br />
- die welt ein ungenauer rotationsellipsoid ist<br />
&#8230;bis zum beweis des gegenteils !</p>
<p>und ebenso bin ich &#8211; bis zum schlüssigen beweis des gegenteils &#8211; überzeugt von der nichtexistenz eines übermächtigen allwissenden wesens, das (was anhand historischer quellen gut belegt ist) ein menschliches konstrukt mit langer vorgeschichte ist&#8230;</p>
<p>es kann natürlich rein theoretisch sein, dass uns gott alle veräppelt, unsere gehirne verblendet, die evolution samt fossilien vortäuscht, die dummen glauben und die intelligenten zweifeln lässt, und, und, und. nur: wozu??? da gilt für mich das parsimonieprinzip (bitte googeln). denn was jenseits der logik liegt, ist nicht die metaphysik, sondern unlogisch, was jenseits der vernunft liegt, ist nicht das übernatürliche sondern die unvernunft.</p>
<p>herzliche grüße, ee</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: florian</title>
		<link>http://www.ag-athe.at/2009/09/24/ein-leserbrief/comment-page-1/#comment-1350</link>
		<dc:creator>florian</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 15:33:12 +0000</pubDate>
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		<description>sehr geehrter mag dr eder,

eher eine nebenbaustelle: mich würde interessieren, inwiefern ein atheist, der erkenntnistheoretisch ein agnostiker ist, dann wirklich atheist ist. was rechtfertigt seine bezeichnung als atheist dann noch?

über eine antwort würde ich mich sehr freuen,
florian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>sehr geehrter mag dr eder,</p>
<p>eher eine nebenbaustelle: mich würde interessieren, inwiefern ein atheist, der erkenntnistheoretisch ein agnostiker ist, dann wirklich atheist ist. was rechtfertigt seine bezeichnung als atheist dann noch?</p>
<p>über eine antwort würde ich mich sehr freuen,<br />
florian</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Erich Eder</title>
		<link>http://www.ag-athe.at/2009/09/24/ein-leserbrief/comment-page-1/#comment-17</link>
		<dc:creator>Erich Eder</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 16:02:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ag-athe.at/?p=441#comment-17</guid>
		<description>Anmerkung: Der Verfasser dieser so trefflich formulierten Zeilen ist uns namentlich bekannt, möchte aber anonym bleiben. Um auf den letzten Absatz zu antworten, wäre nun eine ausführliche erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Abhandlung erforderlich. Nur so viel: Selbstverständlich ist jeder Atheist erkenntnistheoretisch ein Agnostiker, der sich wissenschaftstheoretisch der Nullhypothese verpflichtet fühlt (Deshalb auch die Vereinsbezeichnung AG-ATHE). Zur Demut: Die verbietet mir, anzunehmen, dass sich erstens ein allmächtiges und allwissendes Weden mit so etwas Unbedeutendem wie dem Menschen überhaupt abgäbe, und zweitens, anzunehmen, dass so etwas Unbedeutendes wie der Mensch eine unsterbliche Seele haben soll...!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anmerkung: Der Verfasser dieser so trefflich formulierten Zeilen ist uns namentlich bekannt, möchte aber anonym bleiben. Um auf den letzten Absatz zu antworten, wäre nun eine ausführliche erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Abhandlung erforderlich. Nur so viel: Selbstverständlich ist jeder Atheist erkenntnistheoretisch ein Agnostiker, der sich wissenschaftstheoretisch der Nullhypothese verpflichtet fühlt (Deshalb auch die Vereinsbezeichnung AG-ATHE). Zur Demut: Die verbietet mir, anzunehmen, dass sich erstens ein allmächtiges und allwissendes Weden mit so etwas Unbedeutendem wie dem Menschen überhaupt abgäbe, und zweitens, anzunehmen, dass so etwas Unbedeutendes wie der Mensch eine unsterbliche Seele haben soll&#8230;!</p>
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